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Außentemperatur unterschätzt - Frau lässt Hund im Auto und geht schwimmen

Pressemitteilung

05.03.2018 Weinheim 

Eine Frau aus Hessen lässt ihren Hund über mehrere Stunden im Auto und geht währenddessen in ein Freizeitbad. Der schwarze SUV steht in der prallen Mittagssonne, ohne Möglichkeit für Frischluft. Trotz der frühlingshaften Außentemperaturen von 14 Grad Celsius wird das Auto zu einer gefährlichen Hitzefalle und der Hund stirbt.

Wegen Unwissenheit unterschätzt eine Hundebesitzerin am Montagmittag die Außentemperaturen und findet im Anschluss ihren erst 3-jährigen Hund tot im Auto vor. Eigenen Angaben zufolge habe sie ihn ca. 5 Stunden im Auto gelassen. Da sie glaubte, er sei noch zu retten, wählt sie den Notruf.
Die Rettungsleitstelle Rhein-Neckar verständigt demnach die Berufstierrettung.

Aufgrund des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, wurde die Polizei nachalarmiert.

In zeitlichen Abständen überprüfte die Berufstierrettung die Körpertemperatur des Tieres und bezeugt, dass diese noch nach einer Stunde bei über 42 Grad Celsius lag. Die stark beschlagenen Fensterscheiben des Fahrzeuges deuteten außerdem auf den hohen Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur hin.
Auffällig waren demnach die überstreckte Körperhaltung des Hundes, sowie bläuliche Schleimhäute und sichtlich starker Speichelfluss; Indizien, die womöglich auf einen Krampfanfall infolge eines Hitzschlag hinwiesen.
Sein dichtes Unterfell beschleunigte womöglich den Vorgang.

Eine genaue Feststellung der Todesursache liefere laut Tierarzt, nur eine Obduktion des Tieres.
Nach Angaben der Besitzerin waren keine Vorerkrankungen bekannt.

Eine Obduktion des Tieres wird vonseiten der Staatsanwaltschaft abgelehnt.

Strafanzeige gegen die Tierhalterin wurde gestellt.

(Bild: Berufstierrettung Rhein-Neckar)